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PEPP-Prozess

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Personalentwicklung und Personalplanung (PEPP) -

Ein Prozess in der Nordkirche seit 2016

Die Nordkirche - wie auch andere Organisationen und Unternehmen - ist seit längerer Zeit mit einem eklataten Fachkräftemangel konfrontiert, insbesondere im Bereich der Pflegeeinrichtungen und in Kindertagesstätten, zunehmend aber auch in anderen kirchlichen Berufen. In den nächsten Jahren werden zudem die sog. geburtenstarken Jahrgänge in der Pastorenschaft pensioniert. In der Nordkirche wird daher intensiv an Programmen und Strategien zur Nachwuchsgewinnung gearbeitet.

Beauftragt vom Kirchenleitungsausschuss Institutionsberatung hat die Arbeitsstelle Institutionsberatung 2016 einen Prozess aufgelegt, in dem die Aufgaben der Nachwuchsgewinnung, der Stellenplanung und der Personalentwicklung in allen kirchlichen Berufsfeldern im Kontext behandelt werden - ressort-, ebenen- und berufsgruppenübergreifend und mit abgestimmten Strategien.

Der PEPP-Prozess bringt die vorhandene Expertise zu diesen Themen an einen Tisch, ohne bestehende Zuständigkeiten in Frage zu stellen. Er nimmt die Anliegen und Themen der verschiedenen Berufsgruppen gemeinsam in den Blick, bezieht laufende Prozesse und Arbeitsvorhaben aufeinander und entwickelt Ideen, Konzepte und Strategien.

Die Kirchenleitung und die Synode, die Pröpsteschaft und die Hauptbereiche befürworten das Vorhaben. 

Am 24. August 2018 macht sich die Kirchenleitung der Nordkirche den PEPP-Prozess dem Grundsatz nach und als Diskursgrundlage für die weiteren Prozesse zur Personalentwicklung, Nachwuchsförderung und Personlplanung zu eigen.

Am 28. September 2018 stellt Pastor Andreas Wackernagel der Landessynode den PEPP-Bericht und dessen Ergebnisse vor.

Seitdem wird an vielen Stellen in der Nordkirche über Möglichkeiten der Konkretisierung und der Umsetzung der Personalentwicklung und PErsonalplanung beraten.

Impulse zur Gestaltung von Personalentwicklung und Personalplanung in der Nordkirche (PEPP-Bericht)

PEPP - Bericht ist online

direkter Weg zum PEPP-Bericht 

 

Verehrte Leserinnen und Leser, liebe Schwestern und Brüder!

Die Strahlkraft unserer Nordkirche hängt wesentlich von den Menschen ab, die für sie arbeiten und sie – mitten in unserer Gesellschaft – verkörpern und gestalten. Diese Menschen müssen künftig aktiver umworben werden. Sie brauchen einen guten Start ins Berufsleben und dazu attraktive – das heißt vor allem sichere, auskömmliche und gesunde – Arbeitsbedingungen. So werden sie ihrer Nordkirche hoffentlich die Treue halten und sich im Alter im Guten aus ihrem Beruf verabschieden: „Ja, die Kirche war mir eine gute, verlässliche, fürsorgliche Arbeitgeberin.“

Verstärkt wird die Notwendigkeit dieser Forderung durch einen sich in nahezu allen Regionen und Berufsgruppen anbahnenden beziehungsweise sich verstärkenden Personalmangel. Aus ihm erwachsen Herausforderungen: Wie kann die Nordkirche auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich konkurrieren, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen? Wie kann die Nordkirche diejenigen halten und qualifizieren, die bei ihr schon in Lohn und Brot stehen? Wie kann der allmählich alternde Personalkörper der Nordkirche vital bleiben? Und ganz grundsätzlich: Wie kann für diesen einen Personalkörper strategisch gedacht und geplant werden?

So wurde 2016 der Prozess „Personalentwicklung und Personalplanung in der Nordkirche (PEPP-Prozess)“ ins Leben gerufen – und ein Beratungssystem mit vier Arbeitsgruppen. Eindrucksvoll ist die Liste derjenigen, die den PEPP-Prozess mit ihrer Erfahrung und ihrer Expertise bereichert haben: Dank geht an die freiwillig und die beruflich engagierten Expertinnen und Experten aus den Kirchengemeinden, den Kirchenkreisen und der landeskirchlichen Ebene, an die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter*innen sowie an die Vertreter*innen der unterschiedlichen kirchlichen Berufsgruppen.

Wesentliche Erkenntnisse und Empfehlungen des PEPP-Prozess sind in diesem Bericht zusammengestellt, den sich der Kirchenleitungsausschuss Institutionsberatung in seiner Sitzung vom 23. Mai 2018 zu Eigen machte.

Die Erste Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland nahm in ihrer Sitzung vom 24. August 2018 den PEPP-Bericht „mit Dank … und mit grundsätzlicher Zustimmung zur Kenntnis“, begrüßte den PEPP-Bericht „als Grundlage für weitere Klärungs- bzw. Umsetzungsprozesse für eine strategisch ausgerichtete Personalentwicklung und Personalplanung“ und machte sich den PEPP-Bericht „in diesem Sinne und dem Grundsatz nach zu Eigen“. Um den Diskurs über strategische Personalentwicklung und Personalplanung auszuweiten und zu vertiefen, bat die Erste Kirchenleitung um eine angemessene Verbreitung des PEPP-Berichtes und überwies ihn an die Landessynode der Nordkirche.

Der PEPP-Bericht kommt dabei nicht als ein mit allen Interessenträgern abgestimmter Minimalkonsens daher, vielmehr ist er Widerhall eines diversen Informations-, Denk- und Kreativprozesses. Er lässt die Vielfalt der hoffnungsvollen, kritischen, fragenden und fordernden Stimmen anklingen und möchte einen die Nordkirche immer weiter durchdringenden Diskurs über ihre Zukunft anregen: Welche Berufsbilder werden entstehen - oder vergehen? Wie verändert sich dadurch die Organisationsgestalt unserer Kirche? Wie wird sich das Miteinander aller freiwillig und beruflich Engagierten „im Weinberg des Herrn“ künftig gestalten? Das und noch mehr ist zu klären.

Vor allem möchte dieser PEPP-Bericht aktivierende Impulse setzen. Dazu spricht er Empfehlungen aus und schlägt Projekte vor. Schon jetzt sind etliche zukunftsweisende Projekte und Maßnahmen, die im PEPP-Prozess Thema waren, aufgegriffen und im Umsetzung begriffen. Diese Tatkraft macht Mut.

Mögen die Impulse des PEPP-Berichtes auf offene Ohren stoßen, eine kirchenpolitische Willensbildung und zukunftsweisende Beschlüsse anregen und in tatkräftige Hände fließen. So könnte die Nordkirche als ganze zu einem „Erprobungsraum für eine Kirche der Zukunft“ werden. All dieses möge geschehen im Vertrauen auf den Segen Gottes, denn:

 

Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist,

welcher ist Jesus Christus.

1. Kor. 3,11

Der Glaube an den Gekreuzigten und Auferstandenen ist der Faktor, der das fachlich gut fundierte KnowHow einer professionellen Personalentwicklung, Nachwuchsförderung und Personalplanung in der Nordkirche um das geistliche KnowWhy  bereichert.

 

Wir grüßen Sie herzlich, Ihre 

Telse Vogt, Vorsitzende des Kirchenleitungsausschusses Institutionsberatung

Andreas Wackernagel, Leitung der Institutionsberatung

Susanne Habicht, Referentin  der Institutionsberatung